10:44 - casper bei viva
11:01 - jennifer rostock bei viva
sätze zu gestern: wieso stand er plötzlich vor meiner tür? wie's mir geht, willst du wissen, willst du nicht wissen, glaub mir. sie so am boden, ich an allem schuld und dann wieder nur blut sehen. im dreck fast ertrunken, dann im rauch verschwunden bis ich nichts mehr gefühlt habe. nichts.
schmerz sichtbar machen, druck ablassen, irgendetwas fühlen. es beginnt eines tages. da liegst du im bett - in schwarzen träumen versunken - und wachst auf. nicht wirklich, denn dein körper bewegt sich nicht. du siehst ihn von oben, es ist, als würdest du über dir schweben. dein körper. in stücken. blutüberströmt. du siehst nur noch rot und dich selbst in stücken. dann hast du verloren. ich habe verloren. "ich will ritzen, schlitzen. meinen namen, deinen namen, vielleicht auch gar keinen namen. sinnlose striche, blut sehen. spritzer, die schweigen und mein schweigen übertönen. wortloses geschrei, taubes hören, blindes suchen - so fühlt es sich an. hüllentage vergehen langsam. maske sitzt nur, wenn ich die klappe halte. stille habe ich noch nie so laut wahrgenommen." mal wieder ein text, der in der schule entstanden ist. schule ist nicht das problem. sie sind das problem, ich fühle mich verloren zwischen ihnen und doch könnte ich nicht ohne sie. die angst vorm alleinsein überwiegt, frisst mich auf und schickt mich immer wieder dahin. immer wieder unsichtbaren schmerz ertragen zwischen menschen. es geht nicht nur um sie. es geht um alle. wenn ich weiß, ich werde allein sein, gehe ich raus, egal wohin, nur um nicht in der einsamkeit zu versinken. bin gestresst von tausend terminen und doch bin ich unzufrieden, wenn ich nicht sieben tage die woche etwas vorhabe. morgens, mittags, abends. weil ich sonst angst habe, angst vor mir, angst vor dem, wozu ich fähig bin, wenn es um selbstbestrafung geht. hab doch schon alles gemacht, wisst ihr doch. nur ein schritt fehlt noch, ein einziger schritt, ein richtiger schritt zu einem wichtigen schnitt - sterben. sterben muss ich noch.
du bist die einzige, die mich versteht.
eine derjenigen, für die ich immer da sein will.
vielleicht scheint die facebook-aktion für euch sinnlos - egoistisch von mir.
kann mir vorstellen, wie ihr darüber redet. sagt, dass ihr mich nicht versteht. dass ihr es nicht getan hättet. aber ich fühle mich besser dabei. ich bin nicht gegen facebook, ich bin nur gegen facebook für mich. das einzige, was mich daran stört: ich kann nicht da sein. besonders für dich, liebste J.
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